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Robert Musil leitet in seinem Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ das 20. Kapitel mit den Worten „Eine Berührung der Wirklichkeit“ ein. Wenige Seiten zuvor sind dem vierten Kapitel die berühmten Worte „Wenn es Wirklichkeitssinn gibt, muss es auch Möglichkeitssinn geben“ vorangestellt. Beide überschriften treffen eines der zentralen Themen des Romans und sie beschreiben einen Gutteil dessen, was derzeit in den österreichischen Malereiateliers zu sehen ist.

„Die Auseinandersetzungen um diese Begriffe scheinen die jungen Künstler heute noch zu beschäftigen. Sie fragen nach dem Verhältnis von sichtbarer Wirklichkeit und Fiktion, von Alltagswelt und ihrer imaginären Phantasie. Die inneren Bilder spielen dabei eine große Rolle, wurden genährt von Kindheitserinnerungen bis aus den uns allumgebenden Bildern in den Medien. Mit den Werken, die aus dieser Haltung, aus Lebens- und Kunsterfahrung entstehen, möchten sich die Künstler mitteilen, sie möchten ihre Wirklichkeit berühren und ihre überlegungen und Erkenntnisse kommunizieren“, sagt Kuratorin Lioba Reddeker.

Gezeigt werden Arbeiten von: Markus Bacher (*1983, Kitzbühel), Uwe John Bardach (*1974, Amstetten), Alfredo Barsuglia (*1980, Graz), Karine Fauchard (*1976, Meudon La Forêt, FR), Natia Kalandadze (*1972, Tiflis, GE), Iris Kohlweiss (*1979, Wolfsberg), Robert Muntean (*1982, Leoben), Ingrid Pröller (*1970, Schärding), Kevin A. Rausch (*1980, Wolfsberg).

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