basis wien | HangArt-7 Portugal

«Pavilhão de Portugal» gewährt einen Einblick in die aktuelle portugiesische Malerei und Zeichnung. Portugal ist nicht nur geografisch in einer Randposition, auch der internationale Kunstmarkt schenkt dem Land kaum Beachtung. Unbeirrt und nur mäßig von aktuellen Strömungen beeinflusst entwickeln sich eigenwillige künstlerische Oeuvres. Seltsam schöne und tiefgründig durchdachte Arbeiten, die alte und neue, zeitgemäße und anachronistische Einflüsse preisgeben, sind das Ergebnis.

Der österreichische Künstler Wolfgang Wirth schreibt im Ausstellungskatalog über die aktuelle Situation junger Kunst in Portugal: „Heute lebende Maler sind in der glücklichen Lage, ohne die Last einer gewichtigen heimischen Kunstgeschichte […] arbeiten zu können. Es gilt weder ein Trauma zu überwinden oder sich gegen große Meister der Vergangenheit abzugrenzen. Dies bedeutet ein großes Maß an Freiheit. Die Künstler, so scheint es, können tun, was sie wollen.“

Die aktuelle Malergeneration bedient sich wenig an der portugiesischen Geschichte, etwa der kolonialen Vergangenheit, ebenso ist Autobiografisches nur rudimentär vorhanden. In erster Linie spielen die Beobachtung der näheren Umgebung, des sozialen Umfelds, die Analyse von Persönlichkeiten mit umsichtiger Präzision oder philosophische überlegungen im Kunstschaffen eine gewichtige Rolle.

«Pavilhão de Portugal» zeigt aktuelle Arbeiten folgender Künstlerinnen und Künstler: Rui Algarvio (*1973), Pedro Amaral (*1960), Maria Condado (*1981), Carlos Correia (*1975), Marcelo Costa (*1978), Diogo Evangelista (*1984), Isabelle Faria (*1973), Sofia Leitão (*1977), Marta Moura (*1978) und Catarina Patrício (*1980).







<< zurück