basis wien | HangArt-7 Südafrika

„Der Begriff ‚Turbulence’ beschreibt die gewaltigen Luftströmungen in den Gewitterwolken, die sich häufig über dem weitläufigen, trockenen Flachland des südlichen Afrika bilden, er kann auch im Zusammenhang mit dem heftigen Wechselbad der Gefühle verwendet werden, dem die Südafrikaner in der Vergangenheit ausgesetzt waren“, so Roger van Wyk, Kurator der Ausstellung.

Roger van Wyk, 1964 geboren, erlebte die Apartheid selbst und stand mit großem Engagement immer auf der Seite ihrer Gegner. Als Künstler, Kurator und Filmemacher erlangte er internationale Anerkennung mit Ausstellungen, die sich auf unterschiedliche Weise mit jenen südafrikanischen Themen befassen, die Turbulenzen in Geschichte und Zeitgeschehen offen legen.

Die drei Künstlerinnen und sechs Künstler, die Roger van Wyk für die Ausstellung „Turbulence“ im Hangar-7 nach Salzburg einlud, wurden „in die Wut politischen Widerstands und revolutionärer Veränderungen hineingeboren“. Vor allem die Folgen dieser politischen Umwälzungen sind es, mit denen die Künstler heute konfrontiert sind. AIDS-Pandemie, eskalierende kriminelle Gewalt und wachsende soziale Unterschiede prägen das Land – woraus sich Skepsis und Zynismus nähren. „Es scheint, als ob das Vokabular der südafrikanischen KünstlerInnen zu reifen beginnt“, so van Wyk. Hinter polemischen Anspielungen auf bekannte Themen entwickelt sich gleichzeitig eine lyrische Sprache, die sich nicht davor scheut, den Fokus auf globale Themen zu legen.

„Turbulence“ präsentierte Werke folgender Künstler: Ledelle Moe, Brett Murray, Samson Mudzunga, Nicholas Hlobo, Sanell Aggenbach, Conrad Botes, Johannes Phokela, Joachim Schönfeldt, Lindy Sales.


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