basis wien | Kunst aus Tschechien

Tschechien, ein Land, das eine reiche Kulturgeschichte vorzuweisen hat, mit internationaler Bedeutung. In der Literatur sind große Persönlichkeiten wie Franz Kafka und Milan Kundera zu nennen, die Namen der Komponisten Bedřich Smetana und AntonínDvořák hinterlassen in der Musik einen weltbekannten Klang.

Aber nicht nur Musik und Literatur durchwandern dieses Land mit ihrem klassischen Klang und bewegenden Worten: auch die junge Kunstszene lässt sich entdecken, und dies besonders in der Hauptstadt Prag. Künstler werden aus den verschiedensten Regionen des Landes angezogen und finden hauptsächlich in der Prager Akademie der bildenden Künste (AVU) - die historisch eine starke Malerei Tradition hat - die Möglichkeit ihre Kunst zu entfalten und sich in der tschechischen Kunstwelt zu etablieren.

Insgesamt wurden von der Kuratorin Lioba Reddeker acht KünstlerInnen in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Künstler und Kurator Daniel Pitínfür die Ausstellung ausgewählt. „Von manchen Malern habe ich das Schaffen schon mehrere Jahre lang verfolgt. Sie arbeiten mit einem enormen Einsatz und wollen damit über die Grenzen des Landes hinaus. Nicht allen gelingt das bisher in der Praxis, jedoch bremst sie nicht ihr Mangel an Entschlossenheit, sondern vielmehr die Passivität der tschechischen Institutionen und die generelle Verschlossenheit der dortigen Verhältnisse in der Kulturpolitik.“ so der Co-Kurator Daniel Pitín im Ausstellungskatalog.

Ziel der Ausstellung ist es, die Vielfältigkeit der Ansätze zur figuralen Malerei zu zeigen und nicht nur denjenigen Künstlern und Künstlerinnen eine Plattform zu geben, die sich der Malerei schon eine Zeit lang professionell widmen, sondern auch denjenigen eine Chance zu geben, die die Szene gerade erst betreten.

Die Bildwelten der ausgewählten KünstlerInnen erzählen Geschichten von Orten und Menschen, meist von der persönlichen Erinnerung ausgehend und mit Alltagsszenen verwoben wie Josef Bolf oder Zbyněk Sedlecký. Manche Künstler lassen uns Neuinterpretationen von romantischen Motiven wie Landschaften erfahren wie Veronika Holcová. Narrativ und spielerisch zugleich, setzen sich die vorgestellten Arbeiten mit der Figuration auseinander (Tomáš Němec, Jakub Špaňhel). Dabei wird mit anderen Materialien wie Textil experimentiert (Michal Pěchouček) oder eine Sprache der Symbolik verwendet, die für den Betrachter oft ironisch erscheint und einen großen Raum zur Interpretation gibt (Robert Šalanda, Alžběta Josefy).

Künstlerinnen und Künstler:
Josef Bolf (*1971), Veronika Holcová (*1973), Alžběta Josefy (*1984), Tomáš Němec (*1986), Michal Pěchouček (*1973), Robert Šalanda (*1976), Zbyněk Sedlecký (*1976), Jakub Špaňhel (*1976).

Pressekonferenz und Ausstellungsrundgang
KünstlerInnen, Kuratorin Lioba Reddekerund Co-Kurator Daniel Pitín werden anwesend sein
Freitag, 8. Juli 2011, 10.30 Uhr, Hangar-7, Salzburg

Fotodownload: http://presse.basis-wien.at/edition/18/


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