ortszeit | SCHICHTEN

„Was bisher als Besonderheit einer einzelnen Inszenierung interpretiert wurde, erzählt im unmittelbar aufeinander folgenden Erlebnis der Stücke etwas Grundsätzliches: das Freilegen eines Speichers von lokalen Erinnerungen, Bildern und Archetypen. SCHICHTEN wird damit zu einem Gang durch das unsichtbare Dorf. Die Räume, die es eröffnet, legen nahe, selbst weiter zu forschen, zu fragen, andere Türen zu öffnen als die täglich begangenen. Als Ganzes erzählt die Trilogie noch einmal eine eigene Geschichte: die Geschichte vom Erinnern im Dorf“, so Ursula Reisenberger.

Grundlage für SCHICHTEN ist die Annahme, dass jeder Ort jenseits seiner momentanen Nutzung Informationen enthält, Muster, Bilder, die ihm Geschichte, Geographie oder der betrachtende Blick aufgeprägt haben. Der Große Asitz (1.914m), das Schaubergwerk Schwarzleo und Leogang Dorf sind die Schauplätze einer Suche nach Schichten aus Vergangenheit und Gegenwart des Ortes. Die Zuschauer sind in allen drei Produktionen Bestandteil der Geschichte und folgen den Figuren und Musikern auf ihrem Weg durch das Stück.

In ALMENRAUSCH UND EDELWEISS ist es der Mythos vom freien Leben in den Bergen, der auf seine historischen und psychologischen Wurzeln untersucht wird. ERZGANG beschäftigt sich mit dem Raum unter der Erde und den archetypischen Erzählungen, die ihm zugeordnet sind. PROTESTANTEN! geht der Geschichte jener 20.000 Salzburger evangelischen Glaubens nach, die 1731/32 das Land verlassen mussten.
 


Pressemitteilung als PDF downloaden
Folder als PDF downloaden



<< zurück

Erzgang


Almrausch und Edelweiß