PNEU – Performances 13. bis 18. Jänner 2014

Antoine Defoort und Halory Goerger
Antoine Defoort und Halory Goerger zählen zu den Shootingstars der europäischen Performanceszene. In ihrem aktuellen Stück Germinal erschaffen sie mit subtilem Humor und klugen Arrangements ein wundersames Universum. Vier Individuen hinterfragen die Welt der Physik, der Technik und der gesellschaftlichen Beziehungen, dabei brennen sie ein 75-minütiges Feuerwerk aus kuriosen Gags und beeindruckenden überraschungsmomenten ab.
(Österreichpremiere, Mo, 13. und Di, 14. Jänner, 20:00 Uhr, republic)

Superamas
Während der gesamten Festivaldauer lädt das französisch-österreichische Kollektiv Superamas, die seit Jahren Stammgäste der SZENE sind, zu ihrer Lichtinstallation Diggin’up 2 in die Kavernen 1595. Die Formation beschäftigt sich mit Fragen der menschlichen Wahrnehmung und stellt die gängigen Sehgewohnheiten der Betrachter auf die Probe.
(Mo, 13. Jänner, ab 21:00 Uhr und Di, 14. bis Sa, 18. Jänner, ab 19:00 Uhr, Kavernen 1595)

Marysia Stokłosa
Die junge Polin Marysia Stokłosa stellt bei ihrer Solo-Performance Intercontinental sieben simple Koffermatratzen in den Mittelpunkt. Dabei arrangiert und variiert die Choreographin die Objekte im Raum zu einer szenographischen Landschaft, die Fragen nach Absenz und Präsenz, Intimität und Miteinander aufwirft.
(Österreichpremiere, Di, 14. und Mi, 15. Jänner, 18:00 Uhr und Fr, 17. Jänner, 20:00 Uhr, Toihaus Theater)

Jolika Sudermann und Alma Söderberg
Mit Hilfe einfachster Mittel – sprechen, singen, pfeifen, stampfen – entwickeln Jolika Sudermann und Alma Söderberg eine kleinteilige, fein abgestimmte Choreographie mit exaktem Timing, mitreißender Leichtigkeit und intelligentem Witz. A Talk eine hinreißende Mischung aus Sprachakrobatik, Gesten und Gesang über die mehr oder weniger wichtigen Themen des Lebens.
(Di, 14. und Mi, 15. Jänner, 18:45 Uhr und Fr, 17. Jänner, 20:45 Uhr, Toihaus Theater)

Andrea Maurer und Frans Poelstra staunen über Dinge und Situationen, schießen übers Ziel, überlassen sich dem Zufall, sprechen und halten einfach still. Bei der Premiere von Poelstra stolpert, Maurer sägt machen sie sich mit knochentrockenem Realismus an die Arbeit, stolpern in alles hinein und zersägen in aller Kürze die Länge der Zeit.
(Erstaufführung, Mi, 15. Jänner, 20:00 Uhr und Do, 16. Jänner, 21:30 Uhr, ARGEkultur)

An Kaler
In ihrer solistischen Körperstudie On Orientations | one place after interessiert sich An Kaler für den liegenden, nicht völlig aufgerichteten Körper. Durch minimalistische Bewegungen und reduzierte Gesten greift der Körper nach und nach in den Raum und richtet sich auf. Die choreographische Installation sucht durch ihr prozesshaftes Format an jedem Aufführungsort neue Präsentations- und Interpretationsweisen.
(Do, 16. Jänner, 18:00 Uhr, und Fr, 17. Jänner, 19:00 Uhr und 21:00 Uhr, Galerie Ropac Halle)

Karol Tymiński bringt sich in seinem Solo BEEP an die Grenze seiner physischen Belastbarkeit, dabei versetzt er sich und die Zuschauer in einen tranceartigen Zustand. Schonungslos thematisiert er die Dualität des menschlichen Körpers, anfänglich stellt er ihn in seiner Vitalität und Furchtlosigkeit dar, aber nach und nach zeigt er dessen Fragilität und Barrieren auf.
(Österreichpremiere, Do, 16. und Sa, 18. Jänner, 18:00 Uhr, Toihaus Theater)

Dewey Dell
Die italienische Kompanie Dewey Dell stellt eine Geschichte über Gut und Böse, Liebe und Hass, Krieg und Frieden dar. Marzo ist ein perfekt inszenierter Angriff auf alle Sinne, bei dem Licht, Sound, Choreographie, Kostüme und Text präzise aufeinander abgestimmt sind. Die junge Formation schafft einen Theaterabend, der durch seine originäre Ästhetik und seine ungewöhnliche Erzählung fasziniert.
(Do, 16. Jänner, 20:00 Uhr, republic)

Erna Ómarsdóttir und Valdimar Jóhannsson / Lazyblood
Das isländische Künstlerpaar Erna Ómarsdóttir und Valdimar Jóhannsson unternimmt unter dem Pseudonym Lazyblood in seiner Konzertperfomance einen Angriff auf unsere Hör- und Sehkonventionen. Das musikalische Spektrum oszilliert zwischen zärtlich gehauchten Liedern, explosiven Gitarrensoli sowie exaltiertem Sprechgesang.
(Österreichpremiere, Fr, 17. Jänner, 22:00 Uhr, Kavernen 1595)

Etienne Guilloteau
Musik, Tanz und Text stehen bei Synopsis of a Battle von Etienne Guilloteau gleichwertig nebeneinander und verbinden sich zu einer Einheit. Die beiden Interpreten begeben sich in einen intensiven Austausch mit den Textfragmenten, reagieren auf die Musik und kommunizieren mit dem Raum. Die abstrakte, aber präzise konzipierte Choreographie verdichtet sich im Laufe des Abends zu einer griechischen Tragödie mit opernhaften Zügen.
(Österreichpremiere, Sa, 18. Jänner, 18:00 Uhr und 22:00 Uhr, ARGEkultur)

Heine Avdal und Yukiko Shinozaki
Ein vierköpfiges Ensemble zeigt in nothing’s for something, choreographiert von Heine Avdal und Yukiko Shinozaki, eine bildstarke Reflexion über Theater, Performance, Tanz, Installation, räumliche und imaginative Grenzen. Dabei tanzen schwarze Vorhänge den Donauwalzer, variable Bühnenelemente erscheinen als organische Gebilde, bewegte Körper tauchen als Farbakzente auf und verschwinden wieder.
(Österreichpremiere, Sa, 18. Jänner, 20:00 Uhr, republic)

John the Houseband
Am letzten Abend des Festivals wird mit John the Houseband gefeiert. Die Band mischt bei ihren musikalischen Performances Pop, Electronica, Hip-Hop und Rock, dabei kombinieren sie MicroKORGs mit Ukulelen, spanische Gitarren, Schlagwerk und Gesang. Nach dem Konzert geht es weiter mit einem DJ-Set von DJ-OHN.
(Österreichpremiere, Sa, 18. Jänner, 23:00 Uhr, Kavernen 1595)



<< zurück




PNEU